AUFTRAGSINSZENIERUNGEN

Besondere Anlässe erfordern besondere Produktionen! Steht ein spezieller Anlass an, oder gibt es einen besonderen Ort, der neu in Szene gesetzt werden soll?

Theater Titanick, weltbekannt für spektakuläres Open-Air-Theater, ist auch bei individuellen Veranstaltungen Garant für faszinierende Darbietungen.

Historisches Bauwerk oder Messehalle, Straße, Pätze oder eine gesamte Innenstadt: Die Spezialist*innen von Titanick finden auf allen Bühnen die richtige Sprache und entfalten ein unglaubliches Feuerwerk der Sinne.

Mit bizarren Figuren, faszinierenden Kostümen und außergewöhnlichen Objekten werden große oder kleine phantastische Geschichten in Szene gesetzt. Atmosphärische Live-Musik, phantasievolle Licht- und Wassereffekte und eine perfekte Pyrotechnik sorgen für unvergessliche Augenblicke.

Jeder Auftritt wird dabei sorgfältig geplant und auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt. Und es sind immer wieder die archaischen Urelemente Feuer, Wasser, Erde und Luft, die jeden Spielort in einem gänzlich neuen Licht erscheinen lassen und die Zuschauer*innen in ihren Bann ziehen.

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2017

GOLDRAUSCH

Auftragsproduktion für die Stadt Pforzheim anläßlich des Jubiläums 250 Jahre Goldstadt Pforzheim – Parade und Platzinszenierung.

Theater Titanick inszenierte die Stationen der Gold- und Schmuckgeschichte der Stadt Pforzheim aus Sicht der Pforzheimer Seckel (Arbeiter*innen). In einer Parade zu ausgewählten Orten der Innenstadt erweckten über 200 Akteure*innen besonders prägende Themen der Stadtgeschichte zum Leben. Ein Spektakel mit Musik, Theater, Tanz und Pyrotechnik.

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UNTER STROM setzte die Reihe der Produktionen fort, in denen atemberaubende Spezialeffekte und eine emotional berührende Geschichten die Menschen bewegen. Das Ensemble aktiviert ein fünftes Element. Mit wenigen Worten, poetischen Bildern und dem Einsatz einer Technik, die archaische Kraft ausstrahlt, entstand ein mitreißendes Stück, das deutlich machte, wie wertvoll Strom als Energiequelle für den Menschen ist. Strom, der im Lebensalltag nicht greifbar und unsichtbar ist, wurde sinnlich wahrnehmbar. Einfache mechanische Elemente sprachen Bände über die Herstellung, die Speicherung und die Weiterleitung von Strom – aber auch über unmäßigen Verbrauch, Kontrollverlust und Energiemangel.

Zum Vergrößern anklicken  |  Fotos: Martin Jehnichen

2015

LIPSIAS LÖWEN

Auftragsproduktion für die Stadt Leipzig anläßlich des Jubiläums 1.000 Jahre Leipzig – Parade und Platzinszenierung.

Theater Titanick verwandelte seinen zweiten Heimatort Leipzig in eine Bühne. Dabei schickten die Titanicker*innen große mobile Figuren durch die Innenstadt und nahmen die Zuschauer*innen mit auf eine fantasievolle Entdeckungsreise durch die Leipziger Stadtgeschichte.

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Die Löwen, fünf überdimensionale Bühnenskulpturen, repräsentierten jeweils die großen Themen der Geschichte und Gegenwart der Stadt: Wirtschaft und Handel, Wissenschaft und Bildung, Kunst und Kultur, Sport und Umwelt und Buch und Medien. In Begleitung von Musiker*innen, Tänzer*innen und freiwilligen Darsteller*innen bieten sie themenbezogene Reisen aus fünf verschiedenen Stadtteilen in Richtung Stadtmitte und inszenieren historische Orte auf ihrem Weg. Schließlich trafen die Löwen im Zentrum Leipzigs auf die Stadtgöttin Lipsia, die für Bürgerschaft und Werte steht.

Lipsias Löwen, das Schauspiel, Musik, Aktions- und Objektkunst verbindet, wurde in Kooperation mit der FAIRNET GmbH entwickelt und durchgeführt.

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2014

LOST CAMPUS

Theater Titanicks Projekt LOST CAMPUS wurde 2014 als eines der 18 bundesweit ausgewählten Projekten vom Fonds Darstellende Künste unter dem Namen Sonderprojekt – Theater im öffentlichen Raum gefördert. In Kooperation mit der Filmwerkstatt Münster und dem Geschichtsort Villa ten Hompel thematisierte Theater Titanick in diesem Projekt die Erinnerung an Kriegsgefangenenlager, die im zweiten Weltkrieg in Münster und Umgebung errichtet wurden.

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Anlass war der Abriss eines Geländes am Germania-Campus in Münster in 2013, der die letzten Spuren eines ehemaligen Kriegsgefangenenlagers ausgelöschte. Dort dienten von 1942 bis 1945 25 russische Kriegsgefangenen als Arbeitskräfte. LOST CAMPUS sollte ein Zeichen setzen: ein Mahnmal für die Erinnerung an das Lager – stellvertretend für 180 Lager im Stadt- und Landkreis Münster, in denen mindestens 12.000 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter verschiedener Nationen arbeiteten und einige Tausend ihr Leben verloren. Das Projekt LOST CAMPUS errichtete am Aasee eine Erinnerungsstätte, um für das Thema auf drei Ebenen zu sensibilisieren: Information, Inszenierung, Dokumentation

1. Information
Die Villa ten Hompel betreute den Bereich der Information über die Lager in Münster und Umgebung. In einem Info-Point neben der Erinnerungsstätte konnten Interessierte durch Filmbeiträge, ausgestellte Bücher und das Internet Informationen über das Thema Zwangsarbeit in Münster und Umgebung erhalten. Experten und Zeitzeugen boten Vorträge mit Diskussionen über das Thema Zwangsarbeit und Kriegsgefangene in Münster und Umgebung an.

2. Die Inszenierung LOST CAMPUS
An vier Abende führten Theater Titanick in dem jeweiligen baulichen Zustand eine Performance auf, die auf Kurzbiografien russischer Kriegsgefangener in Deutschland beruhte. Titanick spürte den Biografien nach, die sich mit dem Leben vor der Gefangenschaft, mit der Situation während der Lagerzeit und den Erfahrungen nach der Befreiung beschäftigen. Inszeniert wurden Assoziationen wie Beklemmung und Klaustrophobie des Lagerlebens, sowie auch die inneren Fluchten und Fantasien der Gefangenen. Sprache, Raum und Stimmung verschmelzten zu einem Gesamtwerk, auf der Suche nach den Spuren von Damals, auf der Suche nach den Seelenzuständen und auf der Suche nach Begreifen.

3. Dokumentation
Mitarbeiter der Filmwerkstatt Münster, die den dokumentarischen Bereich des Projekts betreuten, führten Interviews durch, um die Meinungen der Passanten über die Errichtung der Erinnerungsstätte in Münster zu erfragen. Diese Interviews wurden täglich im Info-Point präsentiert.

Zum Vergrößern anklicken  |  Frank Baudy

2007

QUADRATWURZEL

2007 entwickelte Theater Titanick zum 400jährigen Jubiläum der Stadt Mannheim die Inszenierung QUADRATWURZEL, die am 21. und 22.September vor jeweils 20.000 Zuschauern aufgeführt wurde.

QUADRATWURZEL setzte sich mit der Entwicklungsgeschichte der Mannheimer Quadrate auseinander. Auf vier zentralen Plätzen in der Innenstadt thematisierte Titanick zentrale historische Fakten und Anekdoten unterschiedlicher Epochen. Sie bildeten den Ausgangspunkt einer zeitlosen und mehrdeutigen Open Air Aufführung.

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Erfindergeist, Toleranz und das zeitlose Aggressionspotenzial des Menschen waren dabei ebenso Thema wie seine Sehnsucht nach Glück und Harmonie.

In die Produktion wurden achzig örtliche Darsteller*innen sowie Musiker*innen und Sänger*innen einbezogen. Die Mannheimer Bürger*innen wählten QUADRATWURZEL mit deutlichem Vorsprung zu ihrem „Event des Jubiläumsjahres“.

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2004

HIMMEL UND ERDE

Im Rahmen der REGIONALE 2004 eröffnet Theater Titanick am 28. und 29. Mai 2004 das DA Kunsthaus. Das Kloster Gravenhorst wird zur Bühne der Open Air Inszenierung HIMMEL & ERDE.

Im Mittelpunkt steht das Kloster im Wandel der Zeit, seit seiner Gründung im Jahr 1256. Zerstörung und Aufbau, die Funktion als Heereslager im 30-jährigen Krieg, Fischzucht und Bierbraukunst werden auf dem Klostergelände nach Titanick Art mit 25 Amateur*innen aus der Region in Szene gesetzt.

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Zentrales Thema ist auch die seit Urzeiten bestehende Auseinandersetzung des Menschen mit der göttlichen Dimension. Beginnend mit der Auferstehung der sogenannten Erdmenschen führt der Bilderreigen das Publikum über verschiedene Stationen im Klostergelände und in diversen Kultursprüngen auf den Weg zum Paradies.

HIMMEL UND ERDE ist ein Vorzeigebeispiel für eine ortsspezifische Inszenierung, die den vorhandenen Orte optimal mit dem Inhalt der Inszenierung verschmelzen lässt.
Das Kloster Gravenhorst in der Nähe von Rheine in Westfalen ist der wohl ungewöhnlichstes Schauplatz/ Bühne, für die Titanick bis zu diesem Zeitpunkt eine Aufführung produzierte. Im Mittelpunkt stand das Kloster selbst, das seit seiner Gründung im Jahr 1256 als Lebensraum von Zisterziensern sowohl Krieg und Frieden, Zerstörung und Aufbau, Askese, aber auch ausschweifenden Lebenswandel gesehen hat. Der Bilderreigen orientiert sich an den örtlichen Gegebenheiten: die Innenanlage des Klosters mit dem Innenhof, aber auch das Außengelände mit den Wassergräben, den Hausfassaden und dem Wald werden zu Spielorten. Das Publikum wird über Stationen im Klostergelände geführt. Auch hier sind Choreografien und Gruppenszenen mit hochmotivierten Amateuren aus der Region wichtiger Teil der Inszenierung und tragen eindrucksvoll zur Atmosphäre der Inszenierung bei. Im Innenhof des Klosters wird die klösterliche Erziehung thematisiert, während im Außenbereich neben der Bierherstellung, der Landwirtschaft und Fischzucht auch die Themen Aufbau und Zerstörung in Szene gesetzt werden.

Den Abschluss bildet eine eindrucksvolle Bilderfolge über die Reise ins Paradies.1500 Zuschauer sind von der Bilderflut der Inszenierung beeindruckt und zollten minuten-langen Applaus.

Zitat: Westfälische Nachrichten , 31.Mai 2004
„Zur Sonne, zum Licht – Theater Titanick verzauberte das Kloster mit „Himmel und Erde“ mit einem rauschhaften Bilderreigen.“

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2003

HELDEN, KÖTER UND FRAUN

Mit der Inszenierung HELDEN, KÖTER UND FRAUN betrat Theater Titanick Neuland: Erstmals bildete eine literarische Vorlage die Grundlage für eine Produktion.

Heinrich von Kleists Ausspruch, sein Drama Penthesilea handle von Helden und Kötern und Fraun, wählte Titanick als Ausgangspunkt für die Adaption des Stoffes. Die Inszenierung wurde im Auftrag des Kleist-Forums für die Kleist-Festtage 2003 in Frankfurt (Oder) entwickelt und in der Innenstadt realisert.

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Ihre Majestät hielt pompös Einzug. Der gigantische Leib der Königin war gefüllt mit neuer Brut. Eine Zeitlang fand das Leben im Insektenstaat wieder zu seiner gewohnten Ordnung. Die Ameisen widmeten sich ganz ihrer Königin und ihren Eiern, wie es ihre vornehmste Aufgabe zu sein scheint. Doch auch die Herrscherin muss sich dem höchsten Lebenszweck der Insekten unterordnen. Als jedoch das letzte Ei ihrem Leib entschlüpft ist, droht ihr Gefahr: denn ihre Macht ist gebunden an ihre Fähigkeit zur Reproduktion. Da aber gebiert die alternde Königin eine Tochter, eine Prinzessin mit Flügeln zum Fliegen! Die Ameisen sind verzaubert und schon fürchtet die Königin um ihren Einfluss. Sie stutzt dem ungestümen Nachwuchs gnadenlos die Flügel.

Aber mit der Prinzessin wurde auch ein Traum geboren, den niemand mehr bändigen kann. Die höfischen Gewohnheiten geraten aus dem Lot, die Ameisen überbieten sich in immer neuen grotesken Versuchen, den Luftraum zu erobern. Ganz vergeblichen Versuchen allerdings, bis ein sonderlicher Erfinder seine seltsame Flugmaschine vorstellt. Nun steht das ganze Ameisenvolk kurz davor abzuheben – kennt die Euphorie keine Grenzen, wird der Ballast der Bedenken abgeworfen, segelt die Gesellschaft frohgestimmt in die Katastrophe.

Nur der fantasievollen Prinzessin ist es vorbehalten, die zündende Idee für die Erfüllung ihres Traums zu finden. Sie transformiert den Leib der toten Königin in einen Ballon und fliegt mit dem Ameisenvolk in den Nachthimmel.

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2000

GÖTTERFUNKEN

Beauftragt von der Stadt Leipzig erarbeitete Theater Titanick zum Millenniumswechsel ein grandioses Spektakel:

GÖTTERFUNKEN – es fasziniert und spricht durch einfache, archaische Bilder und Aktionen die Sinne an. Der Kampf der vier Urelemente Feuer, Wasser, Erde und Wind.

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Ein Kamp angeführt von Prometheus, der von seinen tanzenden Feuerteufeln umringt ist. Auf dem Ritualplatz besteigt Prometheus den magischen Turm der Zeit. Er regiert das Uhrwerk, welches von zehn weißen, bouffonesken Wesen szenisch dargestellt wird. Prometheus weckt mit dem Feuer die vier Urelemente. Ein rauschendes Fest beginnt. Im übermächtigen Chaos, inmitten der festlichen Feuersbrunst schwingt das riesige Zeitpendel, bis der mächtige Zeus einen Blitz entsendet und das neue Jahrtausend mit Musik von Bach begrüßt.

Das Spektakel fand inmitten von über 60.000 Zuschauer*innen statt, auf beweglichen Objekten und unter Verwendung der bestehenden Architektur des Augustusplatzes. Im Zusammenspiel eindringlicher Klänge, abwechslungsreicher Melodien und dem Geruch von Feuer, Rauch und Pyrotechnik entstand ein Theatererlebnis voller Dynamik, Wildheit und Lebensfreude.

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1998

MESSAGE IN A BOTTLE

Als einer der bedeutendsten Vertreter internationalen Open-Air-Theaters wurde Titanick 1998 zur Expo nach Lissabon eingeladen. Der Auftrag lautete, ein mobiles Objekt zu entwickeln für das Expo-Thema Ozeane – das Erbe für die Zukunft. Entstanden ist MESSAGE IN A BOTTLE.

Die Titanick-Tüftler konstruierten eine gigantische, stählerne Ameise, 12 Meter lang, 7 Meter hoch, 3 Meter breit, ein Gewicht über zwei Tonnen. Ohne Motorkraft, lediglich von zwei Personen über Pedale angetrieben, kroch das riesige Insekt lautlos über das Expo-Gelände.

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Robert Schiller und André Böhme entwickelten über zehn Monate ein mobiles Großobjekt. Seine 6 Meter langen Fühler ertasteten die Umwelt. Sie leiteten die Informationen weiter, die über ein mechanisches Druckwerk auf Endlos-Papierrollen festgehalten wurden um im Bauch der Ameise von Wissenschaftlern verarbeitet zu werden. Jeden Abend wurde der Bauch der Ameise, gefüllt mit all den Informationen, als Flaschenpost an das Ufer des Tejo gestellt. Die Riesen-Ameise führte den Pilgerzug der Kunst von Mai bis September 1998 insgesamt 132 Mal allabendlich an und wurde von rund 1,5 Millionen Zuschauer*innen bewundert.