Trip Over

Ein Roadmovie als Open-Air-Theaterinszenierung

Theater Titanick präsentiert ein neues Projekt unter der Leitung einer neuen Generation. Ein Team von jungen sowie erfahrenen Spieler*innen und Erfinder*innen starten eine Drei-Jahres-Phase mit drei verschiedenen Produktionen. TRIP OVER ist die erste dieser Produktionen.

Die Inszenierung

TRIP OVER erzählt die Geschichte von Lola und Ocean – ein Liebespaar, das sich auf die Reise begibt, auf die Suche nach Identität und Freiheit. Doch ihre Pläne sind fremdbestimmt von einem Musiker, der als allmächtiger DJ ihre Realitäten steuert. Er hält das Leben an, spult willkürlich vor und zurück. So wird die Reise zu einer Irrfahrt, die nicht nur einen Trip ins Ungewisse beschreibt, sondern geprägt ist von der Sehnsucht und Leidenschaft, gemeinsam neue Ziele anzusteuern.

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Ein alter Ford Mustang nimmt im Mittelpunkt des Bühnenbildes eine zentrale Rolle ein, wird zum Mitspieler und entwickelt als unberechenbare Variable der Geschichte ein Eigenleben. Er ist für das Paar zugleich Heimat wie Aufbruch und bewegt sich vom Fernweh gesteuert in waghalsige Höhen. Die wilde Performance mit Live-Musik wird ergänzt durch Videoprojektionen, die den Zuschauer*innen eine neue Perspektive eröffnet. Realität und Fiktion verschwimmen im Rausch der Bilder, während sich die Protagonist*innen im Liebesrausch zwischen Wahnsinn und Euphorie bewegen. Leben und Tod stehen dicht beieinander, die Grenzen verschwinden im Nebel. TRIP OVER entführt das Publikum in eine spektakuläre Welt und wirft dabei die grundlegenden Fragen des Daseins auf: Von Einsamkeit und der Sehnsucht nach Zweisamkeit.

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Videokonzept

TRIP OVER verbindet spielerische Performance und Live-Musik mit Film- und Videoelementen. Mehrere feststehende Kameras im Bühnenbild und eine mobile Handkamera im Spielgeschehen ermöglichen die Projektion der Performance auf eine große Leinwand. Durch die Installation eines Greenscreens auf dem Bühnenboden und einer Top-Shot Kamera ergeben sich unzählige Möglichkeiten, das Spielgeschehen mit vorproduzierten Clips, Bildern und Landschaften zu kombinieren. Was ist Wirklichkeit? Was bleibt Fiktion?

Durch das Element der Videokunst nimmt TRIP OVER das Publikum mit auf eine Reise in das Innenleben der Protagonist*innen Lola und Ocean. Die Interaktion zweier Menschen auf eine große Leinwand übertragen, involviert die Zuschauer*innen, eröffnet eine andere Perspektive auf die Darsteller*innen und schafft so einen neuen, intimen Zugang zu dem Stück.

Musikkonzept: The LP of Loneliness

Die Musik zur Inszenierung TRIP OVER stammt, mit wenigen Ausnahmen, aus der Feder des Violinisten und Multiinstrumentalisten Coco Kausch. Sein feines Gespür für klare und hoch emotionale Melodielinien prägt den Soundtrack. Unüberhörbar bahnen sich Coco Kauschs Affinität und Liebe zu europäischen und orientalischen Musiktraditionen ihren Weg in die Kompositionen. Es entfaltet sich ein Soundgewand aus World Music, das die Szenen kleidet und ein Gesamtkunstwerk entstehen lässt. Die Musik ist dabei nie nur Begleitung oder Atmosphäre für das szenische Material, sondern Ausdruck des Innenlebens der Charaktere, die Sprache ihrer Träume, Wünsche und Gefühle. Mehr noch: die Livemusik in TRIP OVER wird zu einem zentralen Erzählmittel und prägt das Werk als Ganzes mit.

↓ Zahlen und Fakten

Dauer: 60 Minuten
Kapazität unter Corona-Bedingungen: bis zu 500 Zuschauer*innen, sitzend und/oder stehend in fest markierten Bereichen
Kapazität ohne Corona-Bedingungen: ca. 2.000 Zuschauer*innen
Vorstellungsbeginn: bei Dämmerung oder Dunkelheit
Spielorte: Marktplätze, urbane Räume und Parks
Spielfläche: 600qm
Titanick-Team: 10-12 Personen
Altersempfehlung: ab 12 Jahren. Der Besuch von unter 12-Jährigen mit Begleitung der Eltern ist in eigener Verantwortung möglich.
Die Produktion ist nicht sprachbasiert und auf ein internationales Publikum ausgerichtet. Die Bilder und Aktionen erzählen die Geschichte.
Ein Baubuch für die Bühne ist vorhanden

↓ Ensemble

Konzept: Theater Titanick und Samia Chancrin
Script und Regie: Samia Chancrin
Schauspiel: Lisa Balzer, Georg Lennarz
Musik und Schauspiel: Raschid Sidgi, Conrad Kausch
Komposition: Conrad Kausch
Videokunst: Sebastian König
Technik und Spiel: Lisa Tatz, Justus Weber, Felix Martens, Hartmut Stepha
Kostüm: Marcel Dewart
Spezialeffekte: Felix Martens
Tontechnik: Leon Grund, Ingo Koch
Licht- und Videotechnik: Christoph Jackschies
Produktionsleitung: Niklas Becker
Regie- und Produktionsassistenz: Laura Wimmer
Mentoring: Clair Howells, Uwe Köhler