TITANIC

Der Mensch glaubt ja gern, dass Technik Eisberge versetzen kann und sich durch Fortschritt jede Laune der Natur umschiffen lässt. Nicht mal der Untergang der Titanic anno 1912 konnte diese Hybris kurieren. Im Gegenteil. Das Kommando lautet mehr denn je: blinde Kraft voraus!
Für Theater Titanick war die Havarie des legendären Luxusliners der Impuls zur ersten großen Inszenierung: zum signature play TITANIC, das nach dem erfolgreichen Stapellauf 1993 in Münster in den darauffolgenden 20 Jahren über 280 Mal in 22 Ländern Europas, in Asien, Australien, Nord-, Mittel- und Südamerika aufgeführt wurde

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Und das bis heute nichts an Dringlichkeit eingebüßt hat. Überheblichkeit, Dekadenz, Ignoranz gegenüber der Natur und die Lust an der Apokalypse sind die Themen dieser schaurig-schönen Unsinkbarkeits-Feier.

TITANIC erzählt die Katastrophe als Groteske. Mit düsterem Humor und gnadenlos scharfem Blick. Sieben Schauspieler*innen, drei Live-Musiker*innen und vier Bühnentechniker*innen setzen ein rauschhaft wogendes und explosiv überschießendes Spiel auf dem Ozeanriesen in Gang, das selbst zum Wunderwerk wird. Gebaut aus purer Theaterphantasie.

„Ich habe mich gefühlt wie ein staunendes Kind“, schwärmte Nobelpreisträger Dario Fo nach einer Aufführung in Mailand 2007.